- Autor:innen: O.K.
- Layout: M. Juziak
- Veröffentlicht: 05.09.2024
- Kategorie: Lieblingstiere
Was bin ich? #4
Hey du! Ja, genau dich meine ich. Warum bist du so angespannt? Fragst du dich, woher ich das weiß? Ganz einfach: Ich benutze spezielle Sinne zur Jagd, sodass ich unter Wasser meine Augen, Nase und Ohren geschlossen halten kann. Auf einer besonderen Fläche an meinem Kopf befinden sich Sensoren, mit denen ich die Bewegung von Lebewesen durch ihre Muskelaktivität orten kann. Da das nur bei lebenden Tieren funktioniert, ernähre ich mich ausschließlich von Fleisch, vor allem von Krabben, Insektenlarven, Würmern und kleinen Fischen. Wenn ich etwas erwischt habe, stopfe ich mir meine Beute in die Backentaschen, bis ich wieder über Wasser bin.
Teilen muss ich mein Essen nicht, denn außerhalb der Paarungszeit lebe ich allein. Nur zur Fortpflanzung schätze ich Gesellschaft, aber auch dann bin ich sehr wählerisch. Während Weibchen meiner Art keinen funktionierenden Giftsporn besitzen, nutze ich diesen während der Paarungszeit, um Rivalen zu vertreiben. Mein Gift ist für den Menschen nicht tödlich, aber der Schmerz, den es verursacht, kann sehr stark sein. Nach der Paarung baut das Weibchen einen Erdbau, in den es 10 Tage später unsere Jungen auf eine ungewöhnliche Weise für ein Säugetier zur Welt bringt.
Mein Körper ist flachgedrückt und stromlinienförmig. Zusammen mit meinem braunen, wasserabweisenden Fell und den Schwimmhäuten an meinen Füßen bin ich perfekt an das Leben im Wasser angepasst. Mein Schwanz ist platt und dient auch als Fettspeicher. Ich bin zwischen 30 und 40 Zentimeter groß, wobei Männchen rund ein Drittel größer werden als Weibchen.
Du findest mich ausschließlich in Süßwassergewässern auf einer riesigen Insel ähnelnden Landmasse auf der Südhalbkugel. Ich lebe in den östlichen und südöstlichen Regionen dieses Landes. In Zoos siehst du mich selten, weil ich sehr anspruchsvoll bin, was meine Umgebung angeht.
Früher wurde ich wegen meines Fells stark gejagt. Heute bin ich vollständig geschützt. Trotzdem gelte ich aufgrund meiner hohen Ansprüche an meinen Lebensraum als „häufig, aber gefährdet“, da Umweltveränderungen und die Verschmutzung der Gewässer meine Existenz bedrohen.
Hast du eine Idee, was ich bin?
Ich bin ein Schnabeltier!
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Was bin ich? #4
Hey du! Ja, genau dich meine ich. Warum bist du so angespannt? Fragst du dich, woher ich das weiß? Ganz einfach: Ich benutze spezielle Sinne zur Jagd, sodass ich unter Wasser meine Augen, Nase und Ohren geschlossen halten kann. Auf einer besonderen Fläche an meinem Kopf befinden sich Sensoren, mit denen ich die Bewegung von Lebewesen durch ihre Muskelaktivität orten kann. Da das nur bei lebenden Tieren funktioniert, ernähre ich mich ausschließlich von Fleisch, vor allem von Krabben, Insektenlarven, Würmern und kleinen Fischen. Wenn ich etwas erwischt habe, stopfe ich mir meine Beute in die Backentaschen, bis ich wieder über Wasser bin.
Teilen muss ich mein Essen nicht, denn außerhalb der Paarungszeit lebe ich allein. Nur zur Fortpflanzung schätze ich Gesellschaft, aber auch dann bin ich sehr wählerisch. Während Weibchen meiner Art keinen funktionierenden Giftsporn besitzen, nutze ich diesen während der Paarungszeit, um Rivalen zu vertreiben. Mein Gift ist für den Menschen nicht tödlich, aber der Schmerz, den es verursacht, kann sehr stark sein. Nach der Paarung baut das Weibchen einen Erdbau, in den es 10 Tage später unsere Jungen auf eine ungewöhnliche Weise für ein Säugetier zur Welt bringt.
Mein Körper ist flachgedrückt und stromlinienförmig. Zusammen mit meinem braunen, wasserabweisenden Fell und den Schwimmhäuten an meinen Füßen bin ich perfekt an das Leben im Wasser angepasst. Mein Schwanz ist platt und dient auch als Fettspeicher. Ich bin zwischen 30 und 40 Zentimeter groß, wobei Männchen rund ein Drittel größer werden als Weibchen.
Du findest mich ausschließlich in Süßwassergewässern auf einer riesigen Insel ähnelnden Landmasse auf der Südhalbkugel. Ich lebe in den östlichen und südöstlichen Regionen dieses Landes. In Zoos siehst du mich selten, weil ich sehr anspruchsvoll bin, was meine Umgebung angeht.
Früher wurde ich wegen meines Fells stark gejagt. Heute bin ich vollständig geschützt. Trotzdem gelte ich aufgrund meiner hohen Ansprüche an meinen Lebensraum als „häufig, aber gefährdet“, da Umweltveränderungen und die Verschmutzung der Gewässer meine Existenz bedrohen.
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- Autor:innen: S. Fischer
- Layout: T. W.
- Veröffentlicht: 08.08.2024
- Kategorie: Lieblinge
Was bin ich? #3
Falls ihr erwartet, dass ich mich direkt mit meinem Namen vorstelle, dann liegt ihr falsch – erst einmal erzähle ich euch ganz viele wichtige Details, die mich und meine Artgenossen ausmachen und vielleicht weiß dann der ein oder andere schon, zu welcher Tierart ich gehöre.
Mein „richtiger“ Name ist eigentlich viel länger als der, den man im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet. Der Name, der in der Gesellschaft eher bekannt ist, leitet sich nämlich von dem karibisch-spanischen Namen ab. Und das hat etwas mit meiner Herkunft zu tun! Man findet mich im Atlantik und den damit verbundenen Flussmündungen, aber natürlich nur in den Regionen, in denen es auch warm genug ist. Dabei kümmert es mich wenig, ob das Wasser salzig oder süßlich ist – Hauptsache nass und über zwanzig Grad Celsius!
Zwar fühle ich mich im Wasser sehr wohl, aber ich muss leider spätestens nach sechzehn Minuten wieder an die Wasseroberfläche, um durch meine Nasenlöcher Luft zu holen. Während meiner sechs- bis achtstündigen Fresszeit stört mich das nicht besonders, aber nach dem Essen entspanne ich gerne treibend im Wasser oder am Grund des Gewässers. Meist mache ich das sechs bis zehn Stunden lang und dann ist das schon echt nervig, ständig wieder Luft holen zu müssen!
Aber gut, so ist das nun mal. Glücklicherweise finde ich an solchen Stellen aber auch das beste Futter! Ob Seegras vom Meeresboden oder andere Pflanzen, die knapp über dem Wasser wachsen, ist mir dabei recht egal – das schmeckt mir alles gleich gut. Und das muss es auch, schließlich nehme ich jeden Tag circa 5-10% meines Körpergewichts an Nahrung auf.
Ich bin sowohl tag-, als auch nachtaktiv und je nach Laune bin ich entweder alleine oder mit kleineren, familiären Gruppen unterwegs.
Aber wie erkennt man mich eigentlich, wenn ich so im Wasser paddle?
Mein Körper ist recht stämmig und massig, was bei einer Körpergröße von 2,5 bis 4,5 Metern und einem Gewicht von bis zu 500 Kilogramm aber auch keine Überraschung ist. Meine vorderen Gliedmaßen sehen fast schon aus wie Flossen und haben Nägel, ganz im Gegensatz zu den hinteren – die sind nämlich so gut wie gar nicht vorhanden. Ich besitze nur eine Schwanzflosse, die rund oder spatenförmig aussieht und aufgrund meiner Erscheinung wurde ich früher oft mit Sirenen oder Meerjungfrauen in Verbindung gebracht.
Totaler Schwachsinn, dafür ist mein Kopf viel zu klein und Ohrmuscheln fehlen mir auch! Dafür habe ich aber eine gespaltene, mit vielen Tasthaaren besetzte Oberlippe. Die beiden Teile kann ich sogar unabhängig voneinander bewegen. Eine weitere Besonderheit meiner Gattung ist der Unterschied in der Anzahl der Wirbel: normalerweise besitzen alle Säugetiere ja sieben Stück, ich allerdings habe nur sechs. Außerdem ist die Hornhaut meiner Augen durchblutet, was auch nicht sehr häufig in der Tierwelt vorkommt.
Na, hast du mittlerweile schon eine Vorstellung, wer ich sein könnte?
Über meine Zähne brauche ich dir nicht viel erzählen, denn sobald wir ausgewachsen sind, haben wir keine Eck- oder Schneidezähne mehr, weil unsere Backenzähne im Laufe der Zeit von hinten nach vorne wandern und sich so abnutzen.
Über unsere Paarungsrituale und Fortpflanzungsmechanismen wisst ihr Menschen noch nicht viel – außer, dass es keine feste Jahreszeit gibt, die von uns zur Paarung bevorzugt wird. Manche meiner Artgenossen sind ein wenig aggressiv bei der Suche nach einer passenden Partnerin und stürzen sich mit bis zu zwanzig Tieren auf ein Weibchen. Und die Arme kann sogar wochenlang von denen verfolgt werden! Puh, das kann echt anstrengend sein. Wenn es dann aber zu einer Trächtigkeit kommt, wird ein Neugeborenes von uns nach zwölf bis dreizehn Monaten geboren und kann direkt schon schwimmen und sich selbstständig zur Oberfläche bewegen, um Luft zu holen. Nach ein bis zwei Jahren sind sie dann nicht mehr abhängig von ihrer Mutter und gehen für die restlichen Lebensjahre ihren eigenen Weg (das können insgesamt bis zu 60 Jahre sein, wow!).
Nun, errätst du, wer ich bin? Und wirst du meine beiden Namen herausfinden oder nur einen?
Hast du eine Idee, was ich bin?
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- Autor:innen: M. Juziak
- Layout: S.W.
- Veröffentlicht: 17.07.2024
- Kategorie: Lieblingstiere
Was bin ich? #2
In den geheimnisvollen Tiefen des Ozeans, wo das Licht nur ein schwacher Flüsterton ist und Schatten die wahren Könige sind, existiere ich als ein Geschöpf der Rätsel und Anpassung. Mein Körper, ein Wunderwerk der Evolution, kann sich mühelos durch die engsten Spalten und Ritzen zwängen. Meine Haut, lebendig und dynamisch, kann sich in die Umgebung einfügen, als wäre ich selbst ein Teil des Meeresbodens.
Meine Augen, groß und durchdringend, erfassen die Geheimnisse der Tiefe mit einer Klarheit, die anderen verborgen bleibt. Sie sind speziell angepasst, um auch das geringste Flackern im düsteren Wasser zu erkennen, ein wahrer Segen in meiner oft feindseligen Umwelt. Diese Augen sind Fenster zu einem Verstand, der komplex und verschlungen ist, stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen.
Meine Intelligenz gleicht einem Netz aus Gedanken und Erinnerungen, sorgfältig gesponnen über viele Jahre des Überlebens und Lernens. Ich löse Probleme mit einer Kreativität, die von vielen meiner Mitbewohner in den Meeren unerreicht bleibt. Hindernisse und Fallen sind für mich nur Spiele, die ich mit Leichtigkeit meistere. Jede Begegnung, jedes Erlebte fügt sich in das umfassende Wissen ein, das ich über mein Reich gesammelt habe.
In den stillen Stunden der Nacht gleite ich lautlos durch mein Reich, ein Schatten unter Schatten, stets bereit, meine Umgebung zu erforschen oder mich in einem Augenblick der Gefahr zu verhüllen und zu verschwinden.
Doch es gibt Momente, in denen selbst die leiseste meiner Bewegungen von einer anderen Absicht geleitet wird – der Fortpflanzung. In diesen seltenen, aber intensiven Zeiten wandle ich meine Suche nach Nahrung in die Suche nach einem Partner. Das Meer wird zur Bühne für ein faszinierendes Ritual. Der Paarungsakt selbst ist ein Tanz der Nähe und Vorsicht. Ich benutze einen speziellen Arm, um meine genetische Botschaft an die Auserwählte zu übergeben. Dieser Arm trägt das lebenswichtige Paket und dehnt sich aus, um zärtlich und doch entschlossen die Verbindung herzustellen.
Die weibliche Wahl ist kritisch und oft beobachtet sie mein Werben mit einer Mischung aus Interesse und Vorsicht. Unsere Begegnung kann kurz sein, aber sie ist voller Bedeutung – eine Übergabe des Lebens, das in ihr keimen wird. Nach dem Akt zieht sie sich zurück, um ihre kostbaren Eier an einem sicheren Ort zu schützen, während ich wieder in die Schatten gleite, meine Rolle erfüllt und wohlwissend, dass sich mein Leben nun dem Ende neigt.
Die Zeit der Geburt ist ein Moment der Erhabenheit. Hunderte, manchmal Tausende kleiner Wesen, die eine neue Generation meiner Art repräsentieren, schlüpfen und wagen ihren ersten Tauchgang in die unerforschte Weite des Ozeans. Ihr Schicksal ist ungewiss, aber ihre Existenz ein Beweis für das Wunder des Lebens in den unergründlichen Tiefen. Die Mutter, die ihre Nachkommen mit voller Hingebung versorgt und beschützt hat, wird nach dem Schlüpfen der Eier auch vergehen. Die Eltern ereilt also ein tragisches Schicksal, nachdem sie neues Leben erschaffen haben. Aber ebendieses Opfer bedeutet den Erhalt meiner Spezies.
Wer also bin ich nun? Ich bin das Rätsel der Tiefe, das Wesen, das in der Stille der Meere lebt und sich wandelt wie kein anderes. Erkenne mich an meiner fließenden Bewegung, meiner Fähigkeit, die Farben der Welt zu tragen, meiner unvergleichlichen Klugheit und meinem geheimnisvollen Paarungsritual – ich bin der stille Architekt des Meeresgrunds, ein Geschöpf, das die Geheimnisse des Ozeans in sich trägt.
Hast du eine Idee, was ich bin?
Ich bin ein Octopus
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- Autor:innen: O.K.
- Layout: S.W.
- Veröffentlicht: 12.06.2024
- Kategorie: Lieblinge
Was bin ich? #1
„Didelphis“, so nennt man mich und meinesgleichen. Klingt skurril, ich weiß.
Meine Ländereien sind in Nord- und Südamerika. Dort lebe ich vor allem in bewaldeten oder buschbewachsenen Gebieten. Gelegentlich kann man mich auch in einem Park oder in der Stadt antreffen, gerade wenn dort, zwischen Müll noch der ein oder andere Leckerbissen zu finden ist.
Ich liebe es zu essen! Dabei bin ich nicht sehr wählerisch und esse alles, was ich finden kann: Von pflanzlichem Material wie Früchten und Körner über Insekten bis hin zu Aas ist alles dabei. Mein Speiseplan ist nicht nur sehr ausgewogen und abwechslungsreich, sondern auch sehr hilfreich für euch Menschen. Zu den Insekten, die ich esse, zählen nämlich auch viele Zecken – so halte ich euch hoffentlich Lyme-Borreliose und Co. vom Leib.
Du kannst dich gern mal bei mir bedanken – auch wenn ich normalerweise Einzelgänger bin und nur zur Paarung Kontakt mit meinesgleichen suche. Solltest du das persönlich tun, musst du zwangsläufig lange aufbleiben, denn die Helligkeit mag ich nicht und bin daher nur nachts aktiv. Angst vor mir musst du wirklich keine haben. Konfrontationen sind nicht meins. Tatsächlich, das muss ich gestehen, bin ich eher feige; sollte ein Raubtier auftauchen, suche ich nicht den Kampf, sondern stelle mich lieber tot. Das funktioniert besser, als man denkt! Ich schaffe es, in Freiheit drei und in Gefangenschaft auch mal fünf Jahre zu werden. Denn ich bin ziemlich gut gewappnet, um zu überleben. Ich habe beispielsweise eine Immunität gegen viele Gifte wie einigen Schlangen. Außerdem ist mein Immunsystem ziemlich stark. Kombiniert mit meiner vergleichsweise geringen Körpertemperatur, ist es für mich quasi unmöglich mich mit Tollwut zu infizieren. Die Erreger können sich in meinem kalten Körper schwer vermehren. Sehr beeindruckend, nicht wahr?
Mist! Jetzt habe ich ganz vergessen dir zu sagen, wie ich aussehe. Wie sollst du mich so erkennen?
Ich habe ungefähr die Größe einer Hauskatze. In einigen Unterarten werde ich allerdings wesentlich kleiner. Mich gibt es in den verschiedensten Farben: schwarz, weiß, bräunlich, gefleckt, meliert. Mein Fell ist dicht und struppig. Am Ende meines Körpers habe ich einen unbehaarten Schwanz, der fast die gleiche Länge, wie mein Körper hat. Diesen kann ich gut als Kletterhilfe verwenden, auch wenn ich meine Zeit lieber auf dem Boden verbringe. Ich habe vier Füße an sehr kurzen Beinen mit jeweils fünf Krallen. Die erste Kralle des jeweiligen Hinterfußes ist daumenartig entwickelt und den anderen Zehen gegenübergestellt. Meine Schnauze läuft spitz zu. Meine Augen sind leicht gewölbt und auf Nachtsicht ausgelegt und meine Ohren sind dünn mit einer breiten Ohrmuschel.
Aufgrund meines Aussehens werde ich manchmal für eine sehr große Ratte gehalten, was nicht stimmt. Denn ich gehöre zur Familie der Beuteltiere. In meinem Beutel ist Platz für meine Zitzen und Stauraum für meine Kinder, sofern diese noch sehr klein sind. Ab einer bestimmten Größe trage ich meine Kinder auf dem Rücken, wo diese sich festhalten. Für Beobachter muss dies ziemlich lustig aussehen.
Hast du eine Idee, was ich bin?
Ich bin ein Opossum!
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- Autor:innen: S. Fischer
- Layout: T. W.
- Veröffentlicht: 08.08.2024
- Kategorie: Lieblinge
Was bin ich? #3
Falls ihr erwartet, dass ich mich direkt mit meinem Namen vorstelle, dann liegt ihr falsch – erst einmal erzähle ich euch ganz viele wichtige Details, die mich und meine Artgenossen ausmachen und vielleicht weiß dann der ein oder andere schon, zu welcher Tierart ich gehöre.
Mein „richtiger“ Name ist eigentlich viel länger als der, den man im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet. Der Name, der in der Gesellschaft eher bekannt ist, leitet sich nämlich von dem karibisch-spanischen Namen ab. Und das hat etwas mit meiner Herkunft zu tun! Man findet mich im Atlantik und den damit verbundenen Flussmündungen, aber natürlich nur in den Regionen, in denen es auch warm genug ist. Dabei kümmert es mich wenig, ob das Wasser salzig oder süßlich ist – Hauptsache nass und über zwanzig Grad Celsius!
Zwar fühle ich mich im Wasser sehr wohl, aber ich muss leider spätestens nach sechzehn Minuten wieder an die Wasseroberfläche, um durch meine Nasenlöcher Luft zu holen. Während meiner sechs- bis achtstündigen Fresszeit stört mich das nicht besonders, aber nach dem Essen entspanne ich gerne treibend im Wasser oder am Grund des Gewässers. Meist mache ich das sechs bis zehn Stunden lang und dann ist das schon echt nervig, ständig wieder Luft holen zu müssen!
Aber gut, so ist das nun mal. Glücklicherweise finde ich an solchen Stellen aber auch das beste Futter! Ob Seegras vom Meeresboden oder andere Pflanzen, die knapp über dem Wasser wachsen, ist mir dabei recht egal – das schmeckt mir alles gleich gut. Und das muss es auch, schließlich nehme ich jeden Tag circa 5-10% meines Körpergewichts an Nahrung auf.
Ich bin sowohl tag-, als auch nachtaktiv und je nach Laune bin ich entweder alleine oder mit kleineren, familiären Gruppen unterwegs.
Aber wie erkennt man mich eigentlich, wenn ich so im Wasser paddle?
Mein Körper ist recht stämmig und massig, was bei einer Körpergröße von 2,5 bis 4,5 Metern und einem Gewicht von bis zu 500 Kilogramm aber auch keine Überraschung ist. Meine vorderen Gliedmaßen sehen fast schon aus wie Flossen und haben Nägel, ganz im Gegensatz zu den hinteren – die sind nämlich so gut wie gar nicht vorhanden. Ich besitze nur eine Schwanzflosse, die rund oder spatenförmig aussieht und aufgrund meiner Erscheinung wurde ich früher oft mit Sirenen oder Meerjungfrauen in Verbindung gebracht.
Totaler Schwachsinn, dafür ist mein Kopf viel zu klein und Ohrmuscheln fehlen mir auch! Dafür habe ich aber eine gespaltene, mit vielen Tasthaaren besetzte Oberlippe. Die beiden Teile kann ich sogar unabhängig voneinander bewegen. Eine weitere Besonderheit meiner Gattung ist der Unterschied in der Anzahl der Wirbel: normalerweise besitzen alle Säugetiere ja sieben Stück, ich allerdings habe nur sechs. Außerdem ist die Hornhaut meiner Augen durchblutet, was auch nicht sehr häufig in der Tierwelt vorkommt.
Na, hast du mittlerweile schon eine Vorstellung, wer ich sein könnte?
Über meine Zähne brauche ich dir nicht viel erzählen, denn sobald wir ausgewachsen sind, haben wir keine Eck- oder Schneidezähne mehr, weil unsere Backenzähne im Laufe der Zeit von hinten nach vorne wandern und sich so abnutzen.
Über unsere Paarungsrituale und Fortpflanzungsmechanismen wisst ihr Menschen noch nicht viel – außer, dass es keine feste Jahreszeit gibt, die von uns zur Paarung bevorzugt wird. Manche meiner Artgenossen sind ein wenig aggressiv bei der Suche nach einer passenden Partnerin und stürzen sich mit bis zu zwanzig Tieren auf ein Weibchen. Und die Arme kann sogar wochenlang von denen verfolgt werden! Puh, das kann echt anstrengend sein. Wenn es dann aber zu einer Trächtigkeit kommt, wird ein Neugeborenes von uns nach zwölf bis dreizehn Monaten geboren und kann direkt schon schwimmen und sich selbstständig zur Oberfläche bewegen, um Luft zu holen. Nach ein bis zwei Jahren sind sie dann nicht mehr abhängig von ihrer Mutter und gehen für die restlichen Lebensjahre ihren eigenen Weg (das können insgesamt bis zu 60 Jahre sein, wow!).
Nun, errätst du, wer ich bin? Und wirst du meine beiden Namen herausfinden oder nur einen?
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- Autor:innen: O.K.
- Layout: M. Juziak
- Veröffentlicht: 05.09.2024
- Kategorie: Lieblingstiere
Was bin ich? #4
Hey du! Ja, genau dich meine ich. Warum bist du so angespannt? Fragst du dich, woher ich das weiß? Ganz einfach: Ich benutze spezielle Sinne zur Jagd, sodass ich unter Wasser meine Augen, Nase und Ohren geschlossen halten kann. Auf einer besonderen Fläche an meinem Kopf befinden sich Sensoren, mit denen ich die Bewegung von Lebewesen durch ihre Muskelaktivität orten kann. Da das nur bei lebenden Tieren funktioniert, ernähre ich mich ausschließlich von Fleisch, vor allem von Krabben, Insektenlarven, Würmern und kleinen Fischen. Wenn ich etwas erwischt habe, stopfe ich mir meine Beute in die Backentaschen, bis ich wieder über Wasser bin.
Teilen muss ich mein Essen nicht, denn außerhalb der Paarungszeit lebe ich allein. Nur zur Fortpflanzung schätze ich Gesellschaft, aber auch dann bin ich sehr wählerisch. Während Weibchen meiner Art keinen funktionierenden Giftsporn besitzen, nutze ich diesen während der Paarungszeit, um Rivalen zu vertreiben. Mein Gift ist für den Menschen nicht tödlich, aber der Schmerz, den es verursacht, kann sehr stark sein. Nach der Paarung baut das Weibchen einen Erdbau, in den es 10 Tage später unsere Jungen auf eine ungewöhnliche Weise für ein Säugetier zur Welt bringt.
Mein Körper ist flachgedrückt und stromlinienförmig. Zusammen mit meinem braunen, wasserabweisenden Fell und den Schwimmhäuten an meinen Füßen bin ich perfekt an das Leben im Wasser angepasst. Mein Schwanz ist platt und dient auch als Fettspeicher. Ich bin zwischen 30 und 40 Zentimeter groß, wobei Männchen rund ein Drittel größer werden als Weibchen.
Du findest mich ausschließlich in Süßwassergewässern auf einer riesigen Insel ähnelnden Landmasse auf der Südhalbkugel. Ich lebe in den östlichen und südöstlichen Regionen dieses Landes. In Zoos siehst du mich selten, weil ich sehr anspruchsvoll bin, was meine Umgebung angeht.
Früher wurde ich wegen meines Fells stark gejagt. Heute bin ich vollständig geschützt. Trotzdem gelte ich aufgrund meiner hohen Ansprüche an meinen Lebensraum als „häufig, aber gefährdet“, da Umweltveränderungen und die Verschmutzung der Gewässer meine Existenz bedrohen.
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- Layout: S.W.
- Veröffentlicht: 17.07.2024
- Kategorie: Lieblingstiere
Was bin ich? #2
In den geheimnisvollen Tiefen des Ozeans, wo das Licht nur ein schwacher Flüsterton ist und Schatten die wahren Könige sind, existiere ich als ein Geschöpf der Rätsel und Anpassung. Mein Körper, ein Wunderwerk der Evolution, kann sich mühelos durch die engsten Spalten und Ritzen zwängen. Meine Haut, lebendig und dynamisch, kann sich in die Umgebung einfügen, als wäre ich selbst ein Teil des Meeresbodens.
Meine Augen, groß und durchdringend, erfassen die Geheimnisse der Tiefe mit einer Klarheit, die anderen verborgen bleibt. Sie sind speziell angepasst, um auch das geringste Flackern im düsteren Wasser zu erkennen, ein wahrer Segen in meiner oft feindseligen Umwelt. Diese Augen sind Fenster zu einem Verstand, der komplex und verschlungen ist, stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen.
Meine Intelligenz gleicht einem Netz aus Gedanken und Erinnerungen, sorgfältig gesponnen über viele Jahre des Überlebens und Lernens. Ich löse Probleme mit einer Kreativität, die von vielen meiner Mitbewohner in den Meeren unerreicht bleibt. Hindernisse und Fallen sind für mich nur Spiele, die ich mit Leichtigkeit meistere. Jede Begegnung, jedes Erlebte fügt sich in das umfassende Wissen ein, das ich über mein Reich gesammelt habe.
In den stillen Stunden der Nacht gleite ich lautlos durch mein Reich, ein Schatten unter Schatten, stets bereit, meine Umgebung zu erforschen oder mich in einem Augenblick der Gefahr zu verhüllen und zu verschwinden.
Doch es gibt Momente, in denen selbst die leiseste meiner Bewegungen von einer anderen Absicht geleitet wird – der Fortpflanzung. In diesen seltenen, aber intensiven Zeiten wandle ich meine Suche nach Nahrung in die Suche nach einem Partner. Das Meer wird zur Bühne für ein faszinierendes Ritual. Der Paarungsakt selbst ist ein Tanz der Nähe und Vorsicht. Ich benutze einen speziellen Arm, um meine genetische Botschaft an die Auserwählte zu übergeben. Dieser Arm trägt das lebenswichtige Paket und dehnt sich aus, um zärtlich und doch entschlossen die Verbindung herzustellen.
Die weibliche Wahl ist kritisch und oft beobachtet sie mein Werben mit einer Mischung aus Interesse und Vorsicht. Unsere Begegnung kann kurz sein, aber sie ist voller Bedeutung – eine Übergabe des Lebens, das in ihr keimen wird. Nach dem Akt zieht sie sich zurück, um ihre kostbaren Eier an einem sicheren Ort zu schützen, während ich wieder in die Schatten gleite, meine Rolle erfüllt und wohlwissend, dass sich mein Leben nun dem Ende neigt.
Die Zeit der Geburt ist ein Moment der Erhabenheit. Hunderte, manchmal Tausende kleiner Wesen, die eine neue Generation meiner Art repräsentieren, schlüpfen und wagen ihren ersten Tauchgang in die unerforschte Weite des Ozeans. Ihr Schicksal ist ungewiss, aber ihre Existenz ein Beweis für das Wunder des Lebens in den unergründlichen Tiefen. Die Mutter, die ihre Nachkommen mit voller Hingebung versorgt und beschützt hat, wird nach dem Schlüpfen der Eier auch vergehen. Die Eltern ereilt also ein tragisches Schicksal, nachdem sie neues Leben erschaffen haben. Aber ebendieses Opfer bedeutet den Erhalt meiner Spezies.
Wer also bin ich nun? Ich bin das Rätsel der Tiefe, das Wesen, das in der Stille der Meere lebt und sich wandelt wie kein anderes. Erkenne mich an meiner fließenden Bewegung, meiner Fähigkeit, die Farben der Welt zu tragen, meiner unvergleichlichen Klugheit und meinem geheimnisvollen Paarungsritual – ich bin der stille Architekt des Meeresgrunds, ein Geschöpf, das die Geheimnisse des Ozeans in sich trägt.
Hast du eine Idee, was ich bin?
Ich bin ein Octopus
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- Veröffentlicht: 12.06.2024
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Was bin ich? #1
„Didelphis“, so nennt man mich und meinesgleichen. Klingt skurril, ich weiß.
Meine Ländereien sind in Nord- und Südamerika. Dort lebe ich vor allem in bewaldeten oder buschbewachsenen Gebieten. Gelegentlich kann man mich auch in einem Park oder in der Stadt antreffen, gerade wenn dort, zwischen Müll noch der ein oder andere Leckerbissen zu finden ist.
Ich liebe es zu essen! Dabei bin ich nicht sehr wählerisch und esse alles, was ich finden kann: Von pflanzlichem Material wie Früchten und Körner über Insekten bis hin zu Aas ist alles dabei. Mein Speiseplan ist nicht nur sehr ausgewogen und abwechslungsreich, sondern auch sehr hilfreich für euch Menschen. Zu den Insekten, die ich esse, zählen nämlich auch viele Zecken – so halte ich euch hoffentlich Lyme-Borreliose und Co. vom Leib.
Du kannst dich gern mal bei mir bedanken – auch wenn ich normalerweise Einzelgänger bin und nur zur Paarung Kontakt mit meinesgleichen suche. Solltest du das persönlich tun, musst du zwangsläufig lange aufbleiben, denn die Helligkeit mag ich nicht und bin daher nur nachts aktiv. Angst vor mir musst du wirklich keine haben. Konfrontationen sind nicht meins. Tatsächlich, das muss ich gestehen, bin ich eher feige; sollte ein Raubtier auftauchen, suche ich nicht den Kampf, sondern stelle mich lieber tot. Das funktioniert besser, als man denkt! Ich schaffe es, in Freiheit drei und in Gefangenschaft auch mal fünf Jahre zu werden. Denn ich bin ziemlich gut gewappnet, um zu überleben. Ich habe beispielsweise eine Immunität gegen viele Gifte wie einigen Schlangen. Außerdem ist mein Immunsystem ziemlich stark. Kombiniert mit meiner vergleichsweise geringen Körpertemperatur, ist es für mich quasi unmöglich mich mit Tollwut zu infizieren. Die Erreger können sich in meinem kalten Körper schwer vermehren. Sehr beeindruckend, nicht wahr?
Mist! Jetzt habe ich ganz vergessen dir zu sagen, wie ich aussehe. Wie sollst du mich so erkennen?
Ich habe ungefähr die Größe einer Hauskatze. In einigen Unterarten werde ich allerdings wesentlich kleiner. Mich gibt es in den verschiedensten Farben: schwarz, weiß, bräunlich, gefleckt, meliert. Mein Fell ist dicht und struppig. Am Ende meines Körpers habe ich einen unbehaarten Schwanz, der fast die gleiche Länge, wie mein Körper hat. Diesen kann ich gut als Kletterhilfe verwenden, auch wenn ich meine Zeit lieber auf dem Boden verbringe. Ich habe vier Füße an sehr kurzen Beinen mit jeweils fünf Krallen. Die erste Kralle des jeweiligen Hinterfußes ist daumenartig entwickelt und den anderen Zehen gegenübergestellt. Meine Schnauze läuft spitz zu. Meine Augen sind leicht gewölbt und auf Nachtsicht ausgelegt und meine Ohren sind dünn mit einer breiten Ohrmuschel.
Aufgrund meines Aussehens werde ich manchmal für eine sehr große Ratte gehalten, was nicht stimmt. Denn ich gehöre zur Familie der Beuteltiere. In meinem Beutel ist Platz für meine Zitzen und Stauraum für meine Kinder, sofern diese noch sehr klein sind. Ab einer bestimmten Größe trage ich meine Kinder auf dem Rücken, wo diese sich festhalten. Für Beobachter muss dies ziemlich lustig aussehen.
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Was bin ich? #2
In den geheimnisvollen Tiefen des Ozeans, wo das Licht nur ein schwacher Flüsterton ist und Schatten die wahren Könige sind, existiere ich als ein Geschöpf der Rätsel und Anpassung. Mein Körper, ein Wunderwerk der Evolution, kann sich mühelos durch die engsten Spalten und Ritzen zwängen. Meine Haut, lebendig und dynamisch, kann sich in die Umgebung einfügen, als wäre ich selbst ein Teil des Meeresbodens.
Meine Augen, groß und durchdringend, erfassen die Geheimnisse der Tiefe mit einer Klarheit, die anderen verborgen bleibt. Sie sind speziell angepasst, um auch das geringste Flackern im düsteren Wasser zu erkennen, ein wahrer Segen in meiner oft feindseligen Umwelt. Diese Augen sind Fenster zu einem Verstand, der komplex und verschlungen ist, stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen.
Meine Intelligenz gleicht einem Netz aus Gedanken und Erinnerungen, sorgfältig gesponnen über viele Jahre des Überlebens und Lernens. Ich löse Probleme mit einer Kreativität, die von vielen meiner Mitbewohner in den Meeren unerreicht bleibt. Hindernisse und Fallen sind für mich nur Spiele, die ich mit Leichtigkeit meistere. Jede Begegnung, jedes Erlebte fügt sich in das umfassende Wissen ein, das ich über mein Reich gesammelt habe.
In den stillen Stunden der Nacht gleite ich lautlos durch mein Reich, ein Schatten unter Schatten, stets bereit, meine Umgebung zu erforschen oder mich in einem Augenblick der Gefahr zu verhüllen und zu verschwinden.
Doch es gibt Momente, in denen selbst die leiseste meiner Bewegungen von einer anderen Absicht geleitet wird – der Fortpflanzung. In diesen seltenen, aber intensiven Zeiten wandle ich meine Suche nach Nahrung in die Suche nach einem Partner. Das Meer wird zur Bühne für ein faszinierendes Ritual. Der Paarungsakt selbst ist ein Tanz der Nähe und Vorsicht. Ich benutze einen speziellen Arm, um meine genetische Botschaft an die Auserwählte zu übergeben. Dieser Arm trägt das lebenswichtige Paket und dehnt sich aus, um zärtlich und doch entschlossen die Verbindung herzustellen.
Die weibliche Wahl ist kritisch und oft beobachtet sie mein Werben mit einer Mischung aus Interesse und Vorsicht. Unsere Begegnung kann kurz sein, aber sie ist voller Bedeutung – eine Übergabe des Lebens, das in ihr keimen wird. Nach dem Akt zieht sie sich zurück, um ihre kostbaren Eier an einem sicheren Ort zu schützen, während ich wieder in die Schatten gleite, meine Rolle erfüllt und wohlwissend, dass sich mein Leben nun dem Ende neigt.
Die Zeit der Geburt ist ein Moment der Erhabenheit. Hunderte, manchmal Tausende kleiner Wesen, die eine neue Generation meiner Art repräsentieren, schlüpfen und wagen ihren ersten Tauchgang in die unerforschte Weite des Ozeans. Ihr Schicksal ist ungewiss, aber ihre Existenz ein Beweis für das Wunder des Lebens in den unergründlichen Tiefen. Die Mutter, die ihre Nachkommen mit voller Hingebung versorgt und beschützt hat, wird nach dem Schlüpfen der Eier auch vergehen. Die Eltern ereilt also ein tragisches Schicksal, nachdem sie neues Leben erschaffen haben. Aber ebendieses Opfer bedeutet den Erhalt meiner Spezies.
Wer also bin ich nun? Ich bin das Rätsel der Tiefe, das Wesen, das in der Stille der Meere lebt und sich wandelt wie kein anderes. Erkenne mich an meiner fließenden Bewegung, meiner Fähigkeit, die Farben der Welt zu tragen, meiner unvergleichlichen Klugheit und meinem geheimnisvollen Paarungsritual – ich bin der stille Architekt des Meeresgrunds, ein Geschöpf, das die Geheimnisse des Ozeans in sich trägt.
Hast du eine Idee, was ich bin?
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- Autor:innen: O.K.
- Layout: M. Juziak
- Veröffentlicht: 05.09.2024
- Kategorie: Lieblingstiere
Was bin ich? #4
Hey du! Ja, genau dich meine ich. Warum bist du so angespannt? Fragst du dich, woher ich das weiß? Ganz einfach: Ich benutze spezielle Sinne zur Jagd, sodass ich unter Wasser meine Augen, Nase und Ohren geschlossen halten kann. Auf einer besonderen Fläche an meinem Kopf befinden sich Sensoren, mit denen ich die Bewegung von Lebewesen durch ihre Muskelaktivität orten kann. Da das nur bei lebenden Tieren funktioniert, ernähre ich mich ausschließlich von Fleisch, vor allem von Krabben, Insektenlarven, Würmern und kleinen Fischen. Wenn ich etwas erwischt habe, stopfe ich mir meine Beute in die Backentaschen, bis ich wieder über Wasser bin.
Teilen muss ich mein Essen nicht, denn außerhalb der Paarungszeit lebe ich allein. Nur zur Fortpflanzung schätze ich Gesellschaft, aber auch dann bin ich sehr wählerisch. Während Weibchen meiner Art keinen funktionierenden Giftsporn besitzen, nutze ich diesen während der Paarungszeit, um Rivalen zu vertreiben. Mein Gift ist für den Menschen nicht tödlich, aber der Schmerz, den es verursacht, kann sehr stark sein. Nach der Paarung baut das Weibchen einen Erdbau, in den es 10 Tage später unsere Jungen auf eine ungewöhnliche Weise für ein Säugetier zur Welt bringt.
Mein Körper ist flachgedrückt und stromlinienförmig. Zusammen mit meinem braunen, wasserabweisenden Fell und den Schwimmhäuten an meinen Füßen bin ich perfekt an das Leben im Wasser angepasst. Mein Schwanz ist platt und dient auch als Fettspeicher. Ich bin zwischen 30 und 40 Zentimeter groß, wobei Männchen rund ein Drittel größer werden als Weibchen.
Du findest mich ausschließlich in Süßwassergewässern auf einer riesigen Insel ähnelnden Landmasse auf der Südhalbkugel. Ich lebe in den östlichen und südöstlichen Regionen dieses Landes. In Zoos siehst du mich selten, weil ich sehr anspruchsvoll bin, was meine Umgebung angeht.
Früher wurde ich wegen meines Fells stark gejagt. Heute bin ich vollständig geschützt. Trotzdem gelte ich aufgrund meiner hohen Ansprüche an meinen Lebensraum als „häufig, aber gefährdet“, da Umweltveränderungen und die Verschmutzung der Gewässer meine Existenz bedrohen.
Hast du eine Idee, was ich bin?
Ich bin ein Schnabeltier!
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Weitere Rätsel
- Autor:innen: S. Fischer
- Layout: T. W.
- Veröffentlicht: 08.08.2024
- Kategorie: Lieblinge
Was bin ich? #3
Falls ihr erwartet, dass ich mich direkt mit meinem Namen vorstelle, dann liegt ihr falsch – erst einmal erzähle ich euch ganz viele wichtige Details, die mich und meine Artgenossen ausmachen und vielleicht weiß dann der ein oder andere schon, zu welcher Tierart ich gehöre.
Mein „richtiger“ Name ist eigentlich viel länger als der, den man im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet. Der Name, der in der Gesellschaft eher bekannt ist, leitet sich nämlich von dem karibisch-spanischen Namen ab. Und das hat etwas mit meiner Herkunft zu tun! Man findet mich im Atlantik und den damit verbundenen Flussmündungen, aber natürlich nur in den Regionen, in denen es auch warm genug ist. Dabei kümmert es mich wenig, ob das Wasser salzig oder süßlich ist – Hauptsache nass und über zwanzig Grad Celsius!
Zwar fühle ich mich im Wasser sehr wohl, aber ich muss leider spätestens nach sechzehn Minuten wieder an die Wasseroberfläche, um durch meine Nasenlöcher Luft zu holen. Während meiner sechs- bis achtstündigen Fresszeit stört mich das nicht besonders, aber nach dem Essen entspanne ich gerne treibend im Wasser oder am Grund des Gewässers. Meist mache ich das sechs bis zehn Stunden lang und dann ist das schon echt nervig, ständig wieder Luft holen zu müssen!
Aber gut, so ist das nun mal. Glücklicherweise finde ich an solchen Stellen aber auch das beste Futter! Ob Seegras vom Meeresboden oder andere Pflanzen, die knapp über dem Wasser wachsen, ist mir dabei recht egal – das schmeckt mir alles gleich gut. Und das muss es auch, schließlich nehme ich jeden Tag circa 5-10% meines Körpergewichts an Nahrung auf.
Ich bin sowohl tag-, als auch nachtaktiv und je nach Laune bin ich entweder alleine oder mit kleineren, familiären Gruppen unterwegs.
Aber wie erkennt man mich eigentlich, wenn ich so im Wasser paddle?
Mein Körper ist recht stämmig und massig, was bei einer Körpergröße von 2,5 bis 4,5 Metern und einem Gewicht von bis zu 500 Kilogramm aber auch keine Überraschung ist. Meine vorderen Gliedmaßen sehen fast schon aus wie Flossen und haben Nägel, ganz im Gegensatz zu den hinteren – die sind nämlich so gut wie gar nicht vorhanden. Ich besitze nur eine Schwanzflosse, die rund oder spatenförmig aussieht und aufgrund meiner Erscheinung wurde ich früher oft mit Sirenen oder Meerjungfrauen in Verbindung gebracht.
Totaler Schwachsinn, dafür ist mein Kopf viel zu klein und Ohrmuscheln fehlen mir auch! Dafür habe ich aber eine gespaltene, mit vielen Tasthaaren besetzte Oberlippe. Die beiden Teile kann ich sogar unabhängig voneinander bewegen. Eine weitere Besonderheit meiner Gattung ist der Unterschied in der Anzahl der Wirbel: normalerweise besitzen alle Säugetiere ja sieben Stück, ich allerdings habe nur sechs. Außerdem ist die Hornhaut meiner Augen durchblutet, was auch nicht sehr häufig in der Tierwelt vorkommt.
Na, hast du mittlerweile schon eine Vorstellung, wer ich sein könnte?
Über meine Zähne brauche ich dir nicht viel erzählen, denn sobald wir ausgewachsen sind, haben wir keine Eck- oder Schneidezähne mehr, weil unsere Backenzähne im Laufe der Zeit von hinten nach vorne wandern und sich so abnutzen.
Über unsere Paarungsrituale und Fortpflanzungsmechanismen wisst ihr Menschen noch nicht viel – außer, dass es keine feste Jahreszeit gibt, die von uns zur Paarung bevorzugt wird. Manche meiner Artgenossen sind ein wenig aggressiv bei der Suche nach einer passenden Partnerin und stürzen sich mit bis zu zwanzig Tieren auf ein Weibchen. Und die Arme kann sogar wochenlang von denen verfolgt werden! Puh, das kann echt anstrengend sein. Wenn es dann aber zu einer Trächtigkeit kommt, wird ein Neugeborenes von uns nach zwölf bis dreizehn Monaten geboren und kann direkt schon schwimmen und sich selbstständig zur Oberfläche bewegen, um Luft zu holen. Nach ein bis zwei Jahren sind sie dann nicht mehr abhängig von ihrer Mutter und gehen für die restlichen Lebensjahre ihren eigenen Weg (das können insgesamt bis zu 60 Jahre sein, wow!).
Nun, errätst du, wer ich bin? Und wirst du meine beiden Namen herausfinden oder nur einen?
Hast du eine Idee, was ich bin?
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- Autor:innen: O.K.
- Layout: S.W.
- Veröffentlicht: 12.06.2024
- Kategorie: Lieblinge
Was bin ich? #1
„Didelphis“, so nennt man mich und meinesgleichen. Klingt skurril, ich weiß.
Meine Ländereien sind in Nord- und Südamerika. Dort lebe ich vor allem in bewaldeten oder buschbewachsenen Gebieten. Gelegentlich kann man mich auch in einem Park oder in der Stadt antreffen, gerade wenn dort, zwischen Müll noch der ein oder andere Leckerbissen zu finden ist.
Ich liebe es zu essen! Dabei bin ich nicht sehr wählerisch und esse alles, was ich finden kann: Von pflanzlichem Material wie Früchten und Körner über Insekten bis hin zu Aas ist alles dabei. Mein Speiseplan ist nicht nur sehr ausgewogen und abwechslungsreich, sondern auch sehr hilfreich für euch Menschen. Zu den Insekten, die ich esse, zählen nämlich auch viele Zecken – so halte ich euch hoffentlich Lyme-Borreliose und Co. vom Leib.
Du kannst dich gern mal bei mir bedanken – auch wenn ich normalerweise Einzelgänger bin und nur zur Paarung Kontakt mit meinesgleichen suche. Solltest du das persönlich tun, musst du zwangsläufig lange aufbleiben, denn die Helligkeit mag ich nicht und bin daher nur nachts aktiv. Angst vor mir musst du wirklich keine haben. Konfrontationen sind nicht meins. Tatsächlich, das muss ich gestehen, bin ich eher feige; sollte ein Raubtier auftauchen, suche ich nicht den Kampf, sondern stelle mich lieber tot. Das funktioniert besser, als man denkt! Ich schaffe es, in Freiheit drei und in Gefangenschaft auch mal fünf Jahre zu werden. Denn ich bin ziemlich gut gewappnet, um zu überleben. Ich habe beispielsweise eine Immunität gegen viele Gifte wie einigen Schlangen. Außerdem ist mein Immunsystem ziemlich stark. Kombiniert mit meiner vergleichsweise geringen Körpertemperatur, ist es für mich quasi unmöglich mich mit Tollwut zu infizieren. Die Erreger können sich in meinem kalten Körper schwer vermehren. Sehr beeindruckend, nicht wahr?
Mist! Jetzt habe ich ganz vergessen dir zu sagen, wie ich aussehe. Wie sollst du mich so erkennen?
Ich habe ungefähr die Größe einer Hauskatze. In einigen Unterarten werde ich allerdings wesentlich kleiner. Mich gibt es in den verschiedensten Farben: schwarz, weiß, bräunlich, gefleckt, meliert. Mein Fell ist dicht und struppig. Am Ende meines Körpers habe ich einen unbehaarten Schwanz, der fast die gleiche Länge, wie mein Körper hat. Diesen kann ich gut als Kletterhilfe verwenden, auch wenn ich meine Zeit lieber auf dem Boden verbringe. Ich habe vier Füße an sehr kurzen Beinen mit jeweils fünf Krallen. Die erste Kralle des jeweiligen Hinterfußes ist daumenartig entwickelt und den anderen Zehen gegenübergestellt. Meine Schnauze läuft spitz zu. Meine Augen sind leicht gewölbt und auf Nachtsicht ausgelegt und meine Ohren sind dünn mit einer breiten Ohrmuschel.
Aufgrund meines Aussehens werde ich manchmal für eine sehr große Ratte gehalten, was nicht stimmt. Denn ich gehöre zur Familie der Beuteltiere. In meinem Beutel ist Platz für meine Zitzen und Stauraum für meine Kinder, sofern diese noch sehr klein sind. Ab einer bestimmten Größe trage ich meine Kinder auf dem Rücken, wo diese sich festhalten. Für Beobachter muss dies ziemlich lustig aussehen.
Hast du eine Idee, was ich bin?
Ich bin ein Opossum!
Hier klickenFoto –––– © pexels – chrtlmn
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Was bin ich? #1
„Didelphis“, so nennt man mich und meinesgleichen. Klingt skurril, ich weiß.
Meine Ländereien sind in Nord- und Südamerika. Dort lebe ich vor allem in bewaldeten oder buschbewachsenen Gebieten. Gelegentlich kann man mich auch in einem Park oder in der Stadt antreffen, gerade wenn dort, zwischen Müll noch der ein oder andere Leckerbissen zu finden ist.
Ich liebe es zu essen! Dabei bin ich nicht sehr wählerisch und esse alles, was ich finden kann: Von pflanzlichem Material wie Früchten und Körner über Insekten bis hin zu Aas ist alles dabei. Mein Speiseplan ist nicht nur sehr ausgewogen und abwechslungsreich, sondern auch sehr hilfreich für euch Menschen. Zu den Insekten, die ich esse, zählen nämlich auch viele Zecken – so halte ich euch hoffentlich Lyme-Borreliose und Co. vom Leib.
Du kannst dich gern mal bei mir bedanken – auch wenn ich normalerweise Einzelgänger bin und nur zur Paarung Kontakt mit meinesgleichen suche. Solltest du das persönlich tun, musst du zwangsläufig lange aufbleiben, denn die Helligkeit mag ich nicht und bin daher nur nachts aktiv. Angst vor mir musst du wirklich keine haben. Konfrontationen sind nicht meins. Tatsächlich, das muss ich gestehen, bin ich eher feige; sollte ein Raubtier auftauchen, suche ich nicht den Kampf, sondern stelle mich lieber tot. Das funktioniert besser, als man denkt! Ich schaffe es, in Freiheit drei und in Gefangenschaft auch mal fünf Jahre zu werden. Denn ich bin ziemlich gut gewappnet, um zu überleben. Ich habe beispielsweise eine Immunität gegen viele Gifte wie einigen Schlangen. Außerdem ist mein Immunsystem ziemlich stark. Kombiniert mit meiner vergleichsweise geringen Körpertemperatur, ist es für mich quasi unmöglich mich mit Tollwut zu infizieren. Die Erreger können sich in meinem kalten Körper schwer vermehren. Sehr beeindruckend, nicht wahr?
Mist! Jetzt habe ich ganz vergessen dir zu sagen, wie ich aussehe. Wie sollst du mich so erkennen?
Ich habe ungefähr die Größe einer Hauskatze. In einigen Unterarten werde ich allerdings wesentlich kleiner. Mich gibt es in den verschiedensten Farben: schwarz, weiß, bräunlich, gefleckt, meliert. Mein Fell ist dicht und struppig. Am Ende meines Körpers habe ich einen unbehaarten Schwanz, der fast die gleiche Länge, wie mein Körper hat. Diesen kann ich gut als Kletterhilfe verwenden, auch wenn ich meine Zeit lieber auf dem Boden verbringe. Ich habe vier Füße an sehr kurzen Beinen mit jeweils fünf Krallen. Die erste Kralle des jeweiligen Hinterfußes ist daumenartig entwickelt und den anderen Zehen gegenübergestellt. Meine Schnauze läuft spitz zu. Meine Augen sind leicht gewölbt und auf Nachtsicht ausgelegt und meine Ohren sind dünn mit einer breiten Ohrmuschel.
Aufgrund meines Aussehens werde ich manchmal für eine sehr große Ratte gehalten, was nicht stimmt. Denn ich gehöre zur Familie der Beuteltiere. In meinem Beutel ist Platz für meine Zitzen und Stauraum für meine Kinder, sofern diese noch sehr klein sind. Ab einer bestimmten Größe trage ich meine Kinder auf dem Rücken, wo diese sich festhalten. Für Beobachter muss dies ziemlich lustig aussehen.
Hast du eine Idee, was ich bin?
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Was bin ich? #4
Hey du! Ja, genau dich meine ich. Warum bist du so angespannt? Fragst du dich, woher ich das weiß? Ganz einfach: Ich benutze spezielle Sinne zur Jagd, sodass ich unter Wasser meine Augen, Nase und Ohren geschlossen halten kann. Auf einer besonderen Fläche an meinem Kopf befinden sich Sensoren, mit denen ich die Bewegung von Lebewesen durch ihre Muskelaktivität orten kann. Da das nur bei lebenden Tieren funktioniert, ernähre ich mich ausschließlich von Fleisch, vor allem von Krabben, Insektenlarven, Würmern und kleinen Fischen. Wenn ich etwas erwischt habe, stopfe ich mir meine Beute in die Backentaschen, bis ich wieder über Wasser bin.
Teilen muss ich mein Essen nicht, denn außerhalb der Paarungszeit lebe ich allein. Nur zur Fortpflanzung schätze ich Gesellschaft, aber auch dann bin ich sehr wählerisch. Während Weibchen meiner Art keinen funktionierenden Giftsporn besitzen, nutze ich diesen während der Paarungszeit, um Rivalen zu vertreiben. Mein Gift ist für den Menschen nicht tödlich, aber der Schmerz, den es verursacht, kann sehr stark sein. Nach der Paarung baut das Weibchen einen Erdbau, in den es 10 Tage später unsere Jungen auf eine ungewöhnliche Weise für ein Säugetier zur Welt bringt.
Mein Körper ist flachgedrückt und stromlinienförmig. Zusammen mit meinem braunen, wasserabweisenden Fell und den Schwimmhäuten an meinen Füßen bin ich perfekt an das Leben im Wasser angepasst. Mein Schwanz ist platt und dient auch als Fettspeicher. Ich bin zwischen 30 und 40 Zentimeter groß, wobei Männchen rund ein Drittel größer werden als Weibchen.
Du findest mich ausschließlich in Süßwassergewässern auf einer riesigen Insel ähnelnden Landmasse auf der Südhalbkugel. Ich lebe in den östlichen und südöstlichen Regionen dieses Landes. In Zoos siehst du mich selten, weil ich sehr anspruchsvoll bin, was meine Umgebung angeht.
Früher wurde ich wegen meines Fells stark gejagt. Heute bin ich vollständig geschützt. Trotzdem gelte ich aufgrund meiner hohen Ansprüche an meinen Lebensraum als „häufig, aber gefährdet“, da Umweltveränderungen und die Verschmutzung der Gewässer meine Existenz bedrohen.
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Ich bin ein Schnabeltier!
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- Autor:innen: S. Fischer
- Layout: T. W.
- Veröffentlicht: 08.08.2024
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Was bin ich? #3
Falls ihr erwartet, dass ich mich direkt mit meinem Namen vorstelle, dann liegt ihr falsch – erst einmal erzähle ich euch ganz viele wichtige Details, die mich und meine Artgenossen ausmachen und vielleicht weiß dann der ein oder andere schon, zu welcher Tierart ich gehöre.
Mein „richtiger“ Name ist eigentlich viel länger als der, den man im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet. Der Name, der in der Gesellschaft eher bekannt ist, leitet sich nämlich von dem karibisch-spanischen Namen ab. Und das hat etwas mit meiner Herkunft zu tun! Man findet mich im Atlantik und den damit verbundenen Flussmündungen, aber natürlich nur in den Regionen, in denen es auch warm genug ist. Dabei kümmert es mich wenig, ob das Wasser salzig oder süßlich ist – Hauptsache nass und über zwanzig Grad Celsius!
Zwar fühle ich mich im Wasser sehr wohl, aber ich muss leider spätestens nach sechzehn Minuten wieder an die Wasseroberfläche, um durch meine Nasenlöcher Luft zu holen. Während meiner sechs- bis achtstündigen Fresszeit stört mich das nicht besonders, aber nach dem Essen entspanne ich gerne treibend im Wasser oder am Grund des Gewässers. Meist mache ich das sechs bis zehn Stunden lang und dann ist das schon echt nervig, ständig wieder Luft holen zu müssen!
Aber gut, so ist das nun mal. Glücklicherweise finde ich an solchen Stellen aber auch das beste Futter! Ob Seegras vom Meeresboden oder andere Pflanzen, die knapp über dem Wasser wachsen, ist mir dabei recht egal – das schmeckt mir alles gleich gut. Und das muss es auch, schließlich nehme ich jeden Tag circa 5-10% meines Körpergewichts an Nahrung auf.
Ich bin sowohl tag-, als auch nachtaktiv und je nach Laune bin ich entweder alleine oder mit kleineren, familiären Gruppen unterwegs.
Aber wie erkennt man mich eigentlich, wenn ich so im Wasser paddle?
Mein Körper ist recht stämmig und massig, was bei einer Körpergröße von 2,5 bis 4,5 Metern und einem Gewicht von bis zu 500 Kilogramm aber auch keine Überraschung ist. Meine vorderen Gliedmaßen sehen fast schon aus wie Flossen und haben Nägel, ganz im Gegensatz zu den hinteren – die sind nämlich so gut wie gar nicht vorhanden. Ich besitze nur eine Schwanzflosse, die rund oder spatenförmig aussieht und aufgrund meiner Erscheinung wurde ich früher oft mit Sirenen oder Meerjungfrauen in Verbindung gebracht.
Totaler Schwachsinn, dafür ist mein Kopf viel zu klein und Ohrmuscheln fehlen mir auch! Dafür habe ich aber eine gespaltene, mit vielen Tasthaaren besetzte Oberlippe. Die beiden Teile kann ich sogar unabhängig voneinander bewegen. Eine weitere Besonderheit meiner Gattung ist der Unterschied in der Anzahl der Wirbel: normalerweise besitzen alle Säugetiere ja sieben Stück, ich allerdings habe nur sechs. Außerdem ist die Hornhaut meiner Augen durchblutet, was auch nicht sehr häufig in der Tierwelt vorkommt.
Na, hast du mittlerweile schon eine Vorstellung, wer ich sein könnte?
Über meine Zähne brauche ich dir nicht viel erzählen, denn sobald wir ausgewachsen sind, haben wir keine Eck- oder Schneidezähne mehr, weil unsere Backenzähne im Laufe der Zeit von hinten nach vorne wandern und sich so abnutzen.
Über unsere Paarungsrituale und Fortpflanzungsmechanismen wisst ihr Menschen noch nicht viel – außer, dass es keine feste Jahreszeit gibt, die von uns zur Paarung bevorzugt wird. Manche meiner Artgenossen sind ein wenig aggressiv bei der Suche nach einer passenden Partnerin und stürzen sich mit bis zu zwanzig Tieren auf ein Weibchen. Und die Arme kann sogar wochenlang von denen verfolgt werden! Puh, das kann echt anstrengend sein. Wenn es dann aber zu einer Trächtigkeit kommt, wird ein Neugeborenes von uns nach zwölf bis dreizehn Monaten geboren und kann direkt schon schwimmen und sich selbstständig zur Oberfläche bewegen, um Luft zu holen. Nach ein bis zwei Jahren sind sie dann nicht mehr abhängig von ihrer Mutter und gehen für die restlichen Lebensjahre ihren eigenen Weg (das können insgesamt bis zu 60 Jahre sein, wow!).
Nun, errätst du, wer ich bin? Und wirst du meine beiden Namen herausfinden oder nur einen?
Hast du eine Idee, was ich bin?
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- Layout: S.W.
- Veröffentlicht: 17.07.2024
- Kategorie: Lieblingstiere
Was bin ich? #2
In den geheimnisvollen Tiefen des Ozeans, wo das Licht nur ein schwacher Flüsterton ist und Schatten die wahren Könige sind, existiere ich als ein Geschöpf der Rätsel und Anpassung. Mein Körper, ein Wunderwerk der Evolution, kann sich mühelos durch die engsten Spalten und Ritzen zwängen. Meine Haut, lebendig und dynamisch, kann sich in die Umgebung einfügen, als wäre ich selbst ein Teil des Meeresbodens.
Meine Augen, groß und durchdringend, erfassen die Geheimnisse der Tiefe mit einer Klarheit, die anderen verborgen bleibt. Sie sind speziell angepasst, um auch das geringste Flackern im düsteren Wasser zu erkennen, ein wahrer Segen in meiner oft feindseligen Umwelt. Diese Augen sind Fenster zu einem Verstand, der komplex und verschlungen ist, stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen.
Meine Intelligenz gleicht einem Netz aus Gedanken und Erinnerungen, sorgfältig gesponnen über viele Jahre des Überlebens und Lernens. Ich löse Probleme mit einer Kreativität, die von vielen meiner Mitbewohner in den Meeren unerreicht bleibt. Hindernisse und Fallen sind für mich nur Spiele, die ich mit Leichtigkeit meistere. Jede Begegnung, jedes Erlebte fügt sich in das umfassende Wissen ein, das ich über mein Reich gesammelt habe.
In den stillen Stunden der Nacht gleite ich lautlos durch mein Reich, ein Schatten unter Schatten, stets bereit, meine Umgebung zu erforschen oder mich in einem Augenblick der Gefahr zu verhüllen und zu verschwinden.
Doch es gibt Momente, in denen selbst die leiseste meiner Bewegungen von einer anderen Absicht geleitet wird – der Fortpflanzung. In diesen seltenen, aber intensiven Zeiten wandle ich meine Suche nach Nahrung in die Suche nach einem Partner. Das Meer wird zur Bühne für ein faszinierendes Ritual. Der Paarungsakt selbst ist ein Tanz der Nähe und Vorsicht. Ich benutze einen speziellen Arm, um meine genetische Botschaft an die Auserwählte zu übergeben. Dieser Arm trägt das lebenswichtige Paket und dehnt sich aus, um zärtlich und doch entschlossen die Verbindung herzustellen.
Die weibliche Wahl ist kritisch und oft beobachtet sie mein Werben mit einer Mischung aus Interesse und Vorsicht. Unsere Begegnung kann kurz sein, aber sie ist voller Bedeutung – eine Übergabe des Lebens, das in ihr keimen wird. Nach dem Akt zieht sie sich zurück, um ihre kostbaren Eier an einem sicheren Ort zu schützen, während ich wieder in die Schatten gleite, meine Rolle erfüllt und wohlwissend, dass sich mein Leben nun dem Ende neigt.
Die Zeit der Geburt ist ein Moment der Erhabenheit. Hunderte, manchmal Tausende kleiner Wesen, die eine neue Generation meiner Art repräsentieren, schlüpfen und wagen ihren ersten Tauchgang in die unerforschte Weite des Ozeans. Ihr Schicksal ist ungewiss, aber ihre Existenz ein Beweis für das Wunder des Lebens in den unergründlichen Tiefen. Die Mutter, die ihre Nachkommen mit voller Hingebung versorgt und beschützt hat, wird nach dem Schlüpfen der Eier auch vergehen. Die Eltern ereilt also ein tragisches Schicksal, nachdem sie neues Leben erschaffen haben. Aber ebendieses Opfer bedeutet den Erhalt meiner Spezies.
Wer also bin ich nun? Ich bin das Rätsel der Tiefe, das Wesen, das in der Stille der Meere lebt und sich wandelt wie kein anderes. Erkenne mich an meiner fließenden Bewegung, meiner Fähigkeit, die Farben der Welt zu tragen, meiner unvergleichlichen Klugheit und meinem geheimnisvollen Paarungsritual – ich bin der stille Architekt des Meeresgrunds, ein Geschöpf, das die Geheimnisse des Ozeans in sich trägt.
Hast du eine Idee, was ich bin?
Ich bin ein Octopus
Hier klickenFoto –––– © KI-generiert durch OpenAI (GPT-4o)



